Sonntag, 14. Januar 2018

Kinderschal und Kim Hargreaves

Hallo Ihr Lieben,

heute begrüße ich zu allererst meine neue Leserinnen. Ich freue mich, dass Ihr meinen Blog gefunden habt. Viel Freude beim Stöbern und Lesen!

Das neue Jahr ist noch keinen halben Monat alt, aber die Nadeln klappern schon wieder recht fleißig.
Bei zwei Projekten, dem Kinderschal und dem Pulli, ist schon ein guter Fortschritt zu erkennen, die Jacke muss noch etwas warten.

Der Pullover ist ein Modell von Kim Hargreaves, den ich in ihrem Heft "Quirky" aus dem Jahr 2012 gefunden habe. "Jinny" ist ein schlichter Klassiker, der seit Erscheinen des Heftes auf meiner To-Knit-Liste steht. Leider kann man auf dem Foto die Ärmel nicht erkennen. Es handelt sich um einen Dreiviertelarm mit einem Aufschlag, in dem sich das Muster des Kragens wiederspiegelt. Sehr schick!


Da mir das Sockengarn "Meilenweit Tweed" von Lana Grossa so gut gefiel, habe ich noch einmal ein paar Knäuel nachgelegt. Das Garn entfaltet sich erst richtig nach dem Spannen unter feuchten Tüchern.


Über Details zum Werdegang dieses Projekts berichte ich später. Heute soll es nur einen kurzen Überblick geben.

Der Kinderschal wird wohl heute fertig. Ich muss mich ranhalten, denn der Bruder möchte ja auch einen warmen Hals haben. Die Farben wurden übrigens so gewünscht :-).


Eine Anleitung zum Schal gibt es in meinem nächsten Beitrag.

Das dritte Projekt ist eine kleine Jacke, ebenfalls von Kim Hargraves. Gefunden habe ich "Will" in dem Magazin "Shadows" , (noch) erhältlich bei Wolle & Design.


Bei diesem Kuschelstück kommen meine vier Knäuel "Lace Merino" von Lana Grossa zum Einsatz, die ich kürzlich in Husum gefunden habe. Zweifädig mit Silkhair verarbeitet, wird das ein superweicher Traum. Ich stricke diese Mischung ja nicht zum ersten Mal und weiß, dass man da garantiert nichts verkehrt macht.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

Anneli

Huch, der Post ist ja schon veröffentlicht! Ich muss noch Korrektur lesen!!

Samstag, 6. Januar 2018

Treue Begleiter: Pullunder

Ich mag Pullunder, aber wer hätte gedacht, dass in diesem kleinen Teil so viel Arbeit stecken würde? Die Zähne habe ich mir zwar nicht ausgebissen, aber hartes Brot war es schon.


Ich fange mal ganz von vorne an. Inspiriert wurde ich von einem Burberry-Pullunder. Ihr müsst Euch mal auf der Seite von Burberry die Strickkleidung ansehen. Die Sachen sind wunderschön ... die Preise allerdings auch.

Reste von Sockengarnen waren schnell gefunden. Die erste Herausforderung war das Stricken von drei verschiedenen Maschenproben, denn die machen bekanntlich nicht ganz so viel Spaß, waren aber für die Berechnung des Modells notwendig. Gestrickt wurde im Rippmuster (1 re, 1 li), Halbpatent und Zopfmuster.


Das Stricken war zwar nicht schwierig aber ziemlich zeitaufwendig, denn im Halbpatent werden 60 Reihen benötigt, um 10 cm zu erreichen.

Nach Fertigstellung von Vorder- und Rückenteil mussten die Übergänge mit Kettmaschen versäubert werden.



Soweit ging alles gut, aber dann kam der Halsausschnitt. Wie Ihr oben erkennen könnt, handelt es sich um einen schmalen, tiefen Ausschnitt. Ich nahm mir ein Buch, um zu schauen, wie häufig ich für die Spitze abnehmen muss. Leider war es das falsche Buch :-/


Dort wurden Abnahmen in jeder zweiten oder dritten Runde empfohlen. Ich nahm in jeder 2. Runde ab mit dem Ergebnis, dass die Spitze nach Abschluss der Arbeit abstand und ich links und rechts vom Ausschnitt zu viel Wolle hatte. Auf dem Foto habe ich die Mängel eingekreist.  Nach dieser Anprobe kam die spontane Überlegung, das Ding in der Tonne zu versenken, aber zum Glück siegte die Vernunft. Ausschnitt aufribbeln und noch einmal frisch ans Werk. Dieses Mal wurde in JEDER Runde abgenommen.

Damit war das Problem behoben und ich zufrieden :-)

Um die Spitze bei einem V-Ausschnitt zu formen, ist es also wichtig zu beachten, wie spitz- oder wie flachwinkelig der Ausschnitt ist. Je spitzer der Winkel ist, desto häufiger müssen die Abnahmen erfolgen.

Den Ausschnitt habe ich ebenfalls mit einer Runde Kettmaschen umhäkelt.


Ich liebe Pullunder, weil man sie auch gut unter Strickmänteln tragen kann, ohne dass sie zu sehr auftragen. Und die Stulpen von Flo passen auch gut dazu.


Wie es in diesem Jahr weitergeht, verrate ich Euch in meinem nächsten Beitrag.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Wenn ich mir den Himmel so ansehe, lädt das Wetter zum Handarbeiten ein :-) ... und auch zum Lesen. Meine Blogleseliste ist mittlerweile ziemlich lang. Ich bin erst bei "K" angelangt. Es dauert also noch ein bisschen, bis ich meine Runde gedreht habe :-)

Liebe Grüße

Anneli

Donnerstag, 4. Januar 2018

Ich wünsche Euch ....

... ein frohes, gesundes, glückliches und friedliches 2018!!

Ich hoffe, Ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr.

Ich bin ja so froh, dass ich eine Blogpause angekündigt hatte, denn pünktlich zum 23. Dezember versagte bei uns die Telefonleitung. Seit gestern Nachmittag bin ich wieder online. Ganz ehrlich, ohne Telefon und Internet ist es aber auch mal ganz nett.

Mein Mann und ich hatten sowieso ein paar Tage an der Nordsee geplant. Um diese Zeit kann es dort sehr stürmisch und regnerisch zugehen. Man muss schon ziemlich abgehärtet sein, um bei dem Wetter Strandspaziergänge zu genießen. Gummistiefel, warme und wasserfeste Kleidung sollte man mitbringen, dann aber macht es richtig Spaß.





Kommt man dann durchgepustet zurück, wird ein schöner Pharisäer zum Highlight des Tages :-) Wer ihn nicht kennt: Ein Pharisäer ist ein alkoholisches Heißgetränk aus gesüßtem Kaffee, braunem Rum und einer Haube aus Schlagsahne, das traditionell in einer Tasse, einem Becher oder Glas serviert wird Entstanden ist der Pharisäer der Überlieferung nach auf der nordfriesischen Insel Nordstrand, und zwar im 19. Jahrhundert. Zu jener Zeit amtierte dort der besonders asketische Pastor Georg Bleyer. Bei den Friesen war es Brauch, in seiner Gegenwart keinen Alkohol zu trinken. Bei der Taufe des sechsten oder siebenten Kindes des Bauern Peter Johannsen bedienten sie sich einer List und bereiteten das oben beschriebene Mischgetränk zu. Die Sahnehaube verhinderte dabei, dass der Rum im heißen Kaffee verdunstete und es nach Alkohol roch. Selbstverständlich bekam der Pastor stets einen „normalen“ Kaffee mit Sahne. Bei Entdeckung soll er ausgerufen haben: „Oh, ihr Pharisäer!“ Und damit hatte das Nationalgetränk der Nordfriesen nicht nur seine Geschichte, sondern auch seinen Namen.

Natürlich hatte ich auch mein Strickzeug mitgenommen. In meinem nächsten Beitrag werde ich meinen Pullunder vorstellen, denn er ist (endlich) fertig. An einem wettertechnisch besonders miesen Tag sind wird nach Husum gefahren.


Dort zog es mich in das örtliche Wollgeschäft, das Handarbeitshouse in der Krämerstraße 2. Ich bin tatsächlich fast ohne Wolle wieder rausgegangen. Nur vier feine Knäuel Lace Merino wanderten in meine Tasche. Ich weiß auch genau, was ich damit anfangen werde ;-)  Außer dem Garn habe ich mir noch ein Buch zugelegt, das meinem Mann sehr gut gefallen hat. Er hat sogar angeboten, die Hälfte des Preises zu zahlen. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist!


Das Buch enthält nämlich viele schicke Modelle für Männer.


Für uns Frauen gibt es aber auch sehr ansprechende Schals, Mützen, Pullover und Jacken. Mehr als 45 Strickteile sind dem Buch vereint, gestrickt in über hundertjährigen Strickmustern, die alle von der Nordsee und dem Atlantischen Ozean stammen. Die Modelle sind zeitlos schön.


Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr. In diesem Foto sind alle Projekte vereint, die ich 2017 gestrickt habe:


Entstanden sind:
1 Paar Stulpen
7 Schals oder Tücher
2 Jacken
1 Pullunder, den ich Euch im nächsten Beitrag vorstellen werde
und 12 Pullover

Jetzt schaue ich mir aber erst einmal an, was Ihr in der Zwischenzeit gezaubert habt. Ich freue mich schon :-)

Herzliche Grüße und bis bald!

Anneli