Sonntag, 22. Januar 2017

Kurzpulli "Waves" - Eigenentwurf

Als ich neulich meine "Stash-Liste " durchging, blieb mein Blick an 650 Gramm "Universa" von Schachenmayr hängen.


Die Wolle hatte ich damals gekauft, weil die "Für Sie" jeden Winter sensationelle Hefte zum Thema "Designerstrick" rausgebracht hat. Leider wurde die Publikation eingestellt. Die wenigen Ausgaben habe ich aber alle und hüte sie wie meinen Augapfel. Viele der Modelle in diesen Heften wurden aus "Universa" gestrickt. Ich habe mir allerdings überlegt, einen Kurzpulli nach eigener Idee aus dem Garn zu nadeln.


Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an mein Ideenheft. Dort wird alles eingeklebt oder skizziert, was mir in den Kopf kommt, was ich sehe und was mir gefällt. Jetzt habe ich auch neue Stifte zum kolorieren. Meine Tochter nutzt diese "Clean-Color-Stifte" für ihre Scrapbooking-Projekte. Aquarellfarben in Stiftform brauchte ich auch :-)


Beim Blättern durch mein Skizzenheft kam mir also die Idee für einen Kurzpulli. Ich finde kurze Pullover zu Bleistiftröcken einfach wunderschön. Diese schmale, elegante Silhouette hat neben allen möglichen Looks eigentlich immer Saison.


Das Rückenteil meines Pullis ist bereits fertig.


Bei dem Muster handelt es sich um "Wellige Rippen".

Maschenzahl teilbar durch 6 plus 2 M plus 2 Randmaschen.

1. und 3. Reihe: 2 M li, * 4 M re, 2 li, ab * wiederholen
2. und 4. Reihe: 2 M re, * 4 M li, 2 M re, ab * wiederholen
5. und 7. Reihe: 3 M re, 2 M li, * 4 M re, 2 M li, ab * wiederholen und enden mit 3 M re
6. und 8. Reihe: 3 M li, 2 M re, * 4 M li, 2 M re, ab * wiederholen, enden mit 3 M li
9. Reihe: Ab 1. Reihe wiederholen

"Universa" hat eine Lauflänge von 125 m und besteht aus 55 % Merino und 45 % Polyacryl.
Die angegebene Nadelstärke lt. Banderole ist 3-4. Das Garn ist bei 30 Grad waschbar, lässt sich sehr gut verarbeiten und ist trotz des hohen Kunstfaseranteils sehr angenehm im Griff.

Ihr Lieben, ich wünsche Euch einen wunderbaren Sonntagnachmittag und viel Spaß bei Eurem Hobby!

Herzliche Grüße

Anneli

Mittwoch, 18. Januar 2017

Streifen im Frühling ....

.... sind ja total angesagt.

Aus "Alcanto" und  "Silkhair" ist dieser Schal entstanden, der mit Nadelstärke 7 schnell und einfach zu stricken ist. Allerdings ist  "Alcanto" ein Garn, das zu 100 % aus Kunstfaser besteht. Es nicht gerade geschmeidig und lässt sich auch nicht so angenehm verarbeiten.


Reine Kunstfaser hat außerdem die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich leicht statisch auflädt.
Also, wenn der Schal mal "richtig geladen ist", werden die Fransen etwas widerspenstig:


Hilfreiche Tipps, wie man statische Aufladungen beseitigt, findet Ihr HIER.

Nichtsdestotrotz, habe ich mich mit dem Schal ganz gut angefreundet.  Mir gefällt das zarte und gleichzeitig rustikale Maschenbild.


Umgebunden wirkt er gar nicht so frühlingshaft. Auch von den Farben her, ist der Halswärmer durchaus wintertauglich.


Endlich kommen auch die Handschuhe, denen ich in unserem Dänemark-Urlaub nicht wiederstehen konnte, zum Einsatz.

Hier die Details zum Projekt:
Anleitung: Lookbook Nr. 4, Lana Grossa
Garn: "Alcanto" von Lana Grossa, Farbe 11, schwarz (Bändchengarn im Lederlook)
Verbrauch: 150 g
Garn: "Silkhair" von Lana Grossa, Farbe 18, beige
Verbrauch: 25 g
Nadelstärke: 7 (Messingnadeln)
Weitere Beiträge zu diesem Projekt: 8. Januar 2017

Mein Schal ist nicht ganz so lang wie in der Anleitung beschrieben: 160 cm ohne Fransen und zirka 180 cm mit Fransen. Für mich finde ich die Länge ausreichend. Wer den Schal gern länger mag, strickt ihn gut 20 Zentimeter länger.


Herzliche Grüße aus Hamburg!

Anneli

Freitag, 13. Januar 2017

Schnell, es wird hell!

Sobald sich die Wolken etwas lichten, muss man in diesen Tagen schnell sein mit der Kamera :-) Meine Jacke "Flora" von Kim Hargreaves ist nämlich gerade fertiggeworden.


Wenn man sie so sieht, wirkt die Jacke nicht gerade kompliziert, dabei gibt es knifflige Stellen.

Das Stricken war ja harmlos, aber die Ausarbeitung hat mich Zeit gekostet. Bei solch dünnen Garnen gilt: Kein Pfusch bei den Nähten! Außerdem empfehle ich, ein neues Knäuel nur am Anfang einer Reihe zu wechseln und die Fäden später in der Naht zu vernähen. Das mache ich eigentlich grundsätzlich, aber hier ist es ein MUSS, denn man würde einen Fadenwechsel sehen, da das Gestrickte sehr transparent ist.

Ich habe alle Teile vor dem Zusammennähen zuerst mit Nadeln zusammengesteckt, dann mit einem Kontrastfaden geheftet und erst anschließend genäht. Nachdem ich eine Naht auftrennen musste .... ach, lassen wir das. Die Maschen sind so klein, dass man nur in Millimeterschritten vorankommt. Auch wenn ich ansonsten geduldig bin, da werde ich dann doch mal kribbelig.


Auch die Lage der Taschenbeutel habe ich zuerst mit Heftgarn "vorgezeichnet". Sticht man eine halbe Masche daneben, sieht man die Stelle auf der Vorderseite.


Nun ist es aber geschafft und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich die Jacke leicht abgewandelt noch einmal stricken, das weiß ich jetzt schon.

Erstmal kommen hier die technischen Details und dann die Tragefotos.

Anleitung: Modell "Flora" aus dem Heft "Wilder" von Kim Hargreaves
Material: "Kidsilk Haze" von Rowan
Farbe: 00642 "Silbergrau"
Verbrauch: 125 Gramm (5 Knäuel)
Nadel: ND 3,0 und 3,25
Weitere Beiträge zu diesem Projekt: 08. Jan. 2017


Solche Jacken sind zwar keine großartigen Spaßprojekte, aber sie gehören in jeden Kleiderschrank. Schlicht und einfach sind sie wahre Stylingwunder. Na ja, und reisetauglich sind sie bei dem Gewicht einer Tafel Schokolade sowieso ;-)


Ihr, Lieben, ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende. Seid vorsichtig, wenn Ihr rausgeht, es könnte glatt sein. Man kann es sich aber auch auf dem Sofa mit Strick- und Häkelzeug gemütlich machen :-) Für mich ist das im Moment die reizvollere Variante.

Liebe Grüße

Anneli

Mittwoch, 11. Januar 2017

Post aus Berlin!

Herzlichen Dank, liebe Flo, Deine Stulpen sind genauso geworden, wie ich sie mir vorgestellt habe :-)

Als ich meinen Pullover "Fall" fertig hatte und auch ein geeigneter Schal gestrickt war, kam ich auf die Idee, passende Stulpen zu nadeln. Ich gebe zu, dass ich lieber Pullover und Jacken stricken. Stulpen finde ich wunderschön, aber ich stricke sie sehr selten. Da fiel mit "Flo" und ihr Dawanda-Shop ein.

Sie bietet dort verschiedene Stulpenpaare an, aber trotz der großen Auswahl waren die passenden Handwärmer nicht dabei. Es gab einen kurzen Schriftwechsel, ich kaufte Sockenwolle von Wolle Rödel und das kleine Päckchen ging auf Reisen in die Hauptstadt.

Schon bald kam ein Päckchen zurück.

Als ich es öffnete, musste ich lächeln, denn die Stulpen waren so liebevoll verpackt. Eingehüllt in rotes Seidenpapier waren sie und mit einer hübschen Schleife gebunden. Das "Flo-Label" gab es dazu und zwei zauberhafte Postkarten lagen auch noch dabei.


Ich finde es ganz erstaunlich, wie wenig Material "Flo" benötigt hat.

Die Stulpen sitzen perfekt.


Ein nettes Detail sind die Daumen in unterschiedlichen Farben. Ist auch etwas für Leute mit einer Rechts-Links-Schwäche ;-)

Ich freue mich jedenfalls riesig, denn ich finde, die Stulpen ergänzen Pulli und Schal ganz prima.


Bevor ich diesen Beitrag beende, begrüße ich meine neuen Leserinnen. Das mache ich eigentlich immer zum Anfang, aber es ist nicht weniger herzlich gemeint. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und Stöbern auf meinen Seiten.

Liebe Grüße

Anneli

Sonntag, 8. Januar 2017

Aktuelle Projekte im Januar

Was habe ich zurzeit auf den Nadeln?

Da wäre zunächst "Flora" , ein federleichtes Jäckchen von Kim Hargreaves, aus ihrem Magazin "Wilder".  Damit habe ich endlich ein Projekt für meine hellgraue "Kidsilk Haze" von Rowan gefunden, die seit dem letzten Jahr in meinem Stash schlummert.


Das Projekt werde ich wohl bald beenden können.


Hier das Bild aus dem Heft.


Im "Lookbook Nr. 4 Frühjahr/Sommer 2017" habe ich diesen Schal entdeckt. Er wird aus "Silkhair" und "Alcante", einem Garn, das aussieht wie ein Lederbändchen, gestrickt. Ich finde die Mischung aus der zarten "Silkhair" und dem etwas rustikalen Bändchengarn ganz interessant. Allerdings muss man sagen, dass sich "Alcante" nicht ganz einfach verarbeiten lässt. Der Schal soll mit ND 8 gestrickt werden. Ich habe es mit Holznadeln versucht, kann aber nur abraten, weil sich das Material kaum schieben lässt. Besser geht es mit ND 7 aus Metall.


40 Zentimeter breit ist der Schal und gegen Licht gehalten, wirkt er aufgrund der großen Maschen sehr zart und transparent.




Mein drittes Projekt sind noch einmal die Shetland Ruffles. Allerdings stricke ich jetzt die Originalversion und zwar aus "Silkhair" in den Farben Rot und Schwarz mit ND 3,25.


Diese Arbeit dürfte ebenfalls ein Leichtgewicht werden, und trotz seiner Breite von 36 Zentimetern, wird sich der Schal prima binden lassen. Das ist mein zweites "Gute-Laune-Projekt" in diesem Jahr. Allerdings erfordert auch dieser Schal auch eine gewisse Konzentration. Ich kann jedenfalls nicht "Neues aus Büttenwarder" nebenbei anschauen ;-)

So,  jetzt werde ich die zweite Taschenblende stricken und mit der Ausarbeitung der Jacke anfangen.

Liebe Grüße

Anneli