Freitag, 24. Februar 2017

Hier läuft etwas schief!

Zunächst einmal heiße ich meine neuen Leserinnen herzlich willkommen. Fühlt Euch wohl beim Lesen und Stöbern. Schön, dass Ihr meinen Blog gefunden habt! Ich freue mich 😊

Im Moment  scheine ich ein bisschen vom Pech verfolgt zu sein. Nun habe ich voller Elan ein neues Projekt begonnen und stehe wieder vor einer Herausforderung. Mein Muster wird schief! Vielleicht liegt es an meiner Stricktechnik - ich weiß es nicht. Offenbar ist das aber auch schon anderen Strickerinnen passiert. Im Netz gibt es zu diesem Thema einige Diskussionen mit verschiedenen Lösungsansätzen. Waschen, Spannen, Ziehen oder Ribbeln. Ich habe mich für das Ribbeln entschieden. Ich glaube nämlich nicht, dass ein schiefes Strickstück nach dem Spannen oder Waschen plötzlich gerade wird.


Auf dem Bild kann man ganz gut erkennen, dass sich das Muster nach links neigt. Ich nehme an, es liegt an dem  Lochmuster. In der Hinreihe strickt man 3 Maschen links, in der Rückreihe 1 Masche rechts, 1 Umschlag, 1 einfacher Überzug. So entsteht ein einseitiger "Zug".

Wie kann ich erreichen, dass das Muster gerade wird und dabei der Charakter der Jacke erhalten bleibt? Ich habe lange überlegt und mich dann für einen anderen Lochstreifen entschieden.


Dieser Lochstreifen wird wie folgt gearbeitet:
Hinreihe: 2 M links, 1 Umschlag, 2 M links zusammenstricken
Rückreihe: 2 M rechts, 1 Umschlag, 1 einfacher Überzug

Hier erfolgt die Abnahme über zwei Reihen nach rechts und links, wie man auf dem nachfolgenden Bild gut erkennen kann. Der "Zug" erfolgt also nicht nur in eine Richtung, sondern zu beiden Seiten. So bleibt das Muster gerade.


 Hier noch einmal der Vergleich zwischen der ursprünglichen und meiner Variante:


Außerdem habe ich das Bündchen geändert, weil es mir nicht so recht gefallen wollte. Ich finde es ansprechender, dass die glatten Rippen im Zopfmuster enden. Dazwischen habe ich vier linke Maschen gearbeitet, über die anschließend das Lochmuster gestrickt wird.

Mit dem Ergebnis bin ich jetzt zufrieden und denke, dass die Jacke leicht verändert auch ganz nett wird.

Mit meinem Silkhairpulli geht es ebenfalls weiter. Vorder- und Rückenteil sind fertig.


Ich denke, jetzt geht es wieder voran :-)

Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende für Euch!

Anneli

Montag, 20. Februar 2017

Aus den Augen aus dem Sinn

Danke noch einmal an alle, die mir mit ihren Kommentaren zu meinem letzten Beitrag Trost gespendet und Mut gemacht haben. Nun ist die Misere fast wieder vergessen. Es gibt neues Garn, neues Glück und ein neues Projekt :-)


"Summer Lace" heißt das dünne Baumwollgarn von Lana Grossa, dass ich mir für das Modell "Violette" von Martin Storey ausgesucht habe. Das Modell ist in dem Heft "Summerlite 4ply Brochure" von Rowan erschienen.


Auf dem Bild sieht die kleine Jacke sehr mädchenhaft aus, aber ich glaube, ich weiß, wie ich das Modell zu kombinieren habe, damit es diesen Eindruck verliert.  Auf die durchgezogenen Bändchen werde ich auf jeden Fall verzichten.


Die Wolle lässt sich sehr gut stricken. Sie ist softig und angenehm leicht. Allerdings rate ich von Nadeln mit einer ausgeprägten Spitze ab, da man trotz der guten Drehung des Garns leicht zwischen die Fäden geraten kann. Ich stricke mit einer Holznadel ND 3,25. Sie hat eine relativ stumpfe Spitze und ist perfekt für "Summer Lace" Endlich gibt es also mal ein richtig dünnes Baumwollgarn. Darauf habe ich schon lange gewartet.

Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche!

Anneli

Freitag, 17. Februar 2017

Nachtrag: Das gibt es doch nicht!!

Also, das muss ich Euch noch zeigen:


Ich habe ja eben über mein Twinset berichtet. Jetzt stricke ich das zweite Vorderteil aus der SELBEN Partie und nun das:
Das war´s für mich mit Lana Grossa Sommergarnen. In diesem Jahr stricke ich nichts mehr daraus. Es gibt ja auch noch andere Hersteller. Jetzt bin ich tatsächlich verärgert!

Liebe Grüße
Anneli

PS: Ich bin jetzt wieder heruntergekommen von meiner Palme. Natürlich werde ich auch weiterhin Sommergarne von Lana Grossa verarbeiten. Ich habe zum ersten Mal Pech, aber jetzt stricke ich erst einmal an meinem Silkhair-Pulli weiter und sehen dann, was ich mache.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Twinset für den Frühling

Kennt Ihr die Bücher von Renate Bergmann (Torsten Rohe)? Eigentlich schreibe ich nicht über Bücher, denn hier soll es ausschließlich um´s Stricken gehen. Aber heute muss ich mal eine Ausnahme machen, denn dieser Lesestoff ist so amüsant, dass ich ihn wärmstens empfehlen kann. Es geht um das Leben und die Abenteuer einer online-Omi.  Das Buch, das ich zurzeit lese,  trägt den Titel: "Topflappen werden ja immer gebraucht".

Und das ist die perfekte Überleitung zu meinem heutigen Thema: "Twinsets gehören eigentlich in jeden Kleiderschrank" :-) Ich habe meinen Mohairpullover auf Eis gelegt, da ich jetzt genug Wolle habe, um lange Ärmel zu stricken und statt dessen ein neues Modell aus ganz dünnem Bändchengarn angeschlagen.


"Difuso" ist ein leichtes Baumwoll-Bändchengarn, das mit einem schwarzem Polyesterfaden verarbeitet ist. Es besteht aus 75 % Baumwolle und 25 % Polyester. Die Lauflänge beträgt:  205 m / 50 g.


In dem Heft "Filati Collezione Nr. 1" fand ich dieses Twinset, das mir als Grundlage für mein Modell dient. Ich stricke es etwas anders, denn das Garn "Nizza" mit Glitzereffekt und auch das Lochmuster fand ich nicht so überzeugend.


Meine Jacke und auch das Top werde einfach glatt rechts gestrickt. Die einzige Verzierung bildet eine Lochmusterreihe am unteren Rand.

Lochmuster:
Reihe 1-7: glatt rechts
Reihe 8 (Rückreihe): rechte Maschen
Reihe 9: Randmasche, *2 M links zusammenstricken, 1 Umschlag*. * - * wiederholen bis zum Reihenende, enden mit 1 M li. Randmasche.
Reihe 10: rechte Maschen

Nicht nur das Garn heißt "Difuso", auch ich war etwas diffus, als ich das Rückenteil spannte und mir auffiel, das die obere Hälfte heller war als die untere. Ich musste also ribbeln. Ja, es waren zwei Knäuel dabei, auf deren Banderolen die Partie fehlte, was manchmal vorkommt. Mit dem bloßen Auge war der Farbunterschied nicht zu erkennen und da keine zweite Partie im Fach war, nahmen wir an, dass alle Knäuel aus dem selben Farbbad stammten. FAZIT: Kaufe nie ein Knäuel ohne Partieangabe!

Herzliche Grüße

Anneli

Freitag, 10. Februar 2017

Feuer und Flamme

..... bin ich für die Shetland Ruffles von Kieran Foley, dieses Mal in der Originalversion.

Doch zuerst danke ich Euch für Eure Tipps und Anregungen zu meinem letzten Beitrag. Das Garnproblem ist gelöst und der Pulli kann weitergestrickt werden :-) Euer Daumendrücken hat geholfen!

Doch nun zu "Feuer und Flamme". Da mich dieser Schal so sehr begeistert hat, dachte ich, der Projektname sei passend.


Ich rolle das gute Stück gleich einmal aus:


Ganz scharf ist das Foto bei den derzeitigen Lichtverhältnissen nicht geworden, aber Ihr bekommt einen Eindruck. Ich habe die Farben Rot und Schwarz gewählt, da ich mich aus meinem Wolllager bedienen konnte. Na ja, der Abbau von 100 Gramm hat nicht wirklich etwas bewegt ;-)

Anleitung: Sheltland Ruffles von Kieran Foley
Material: Silkhair (Lana Grossa)
Verbrauch: 50 g schwarz, 50 g rot
Maße: 38 cm breit und 167 cm lang (nach Anleitung: 40 x 166)
Nadelstärke: 3,25

Zuerst dachte ich, dass die Länge des Schals mit 167 cm nicht reicht, um ihn anständig zu binden, aber das stimmt nicht.


Auch wenn man ihn mit herunterhängenden Enden einmal um den Hals wickelt, sieht er nicht mickrig aus.


Und dann kann man ihn aufgrund der Breite auch gut um die Schultern legen.


Ich bin ganz verknallt in diesen Schal und werde ihn ganz bestimmt noch einmal stricken oder mir eine andere schöne Anleitung von Kieran Foley aussuchen.

Ein wunderbares Wochenende wünsche ich Euch. Genießt Eure Zeit!

Liebe Grüße

Anneli